Aktion von Bad Reichenhaller Bürgern zum „Tag des Baumes“

Reges Interesse am Thema „Baum“

Aktion von Bad Reichenhaller Bürgern in der Fußgängerzone zum „Tag des Baumes“

Zum internationalen Tag des Baumes bekamen Bad Reichenhaller Bürger und Kurgäste, die in der Fußgängerzone unterwegs waren, einen grünen Flyer mit einem „Atembonbon“ überreicht. Ein Gedicht von Erich Kästner über die Beziehung von Mensch und Wald zierte die eine Seite, auf der anderen wurde auf den alten Baumbestand der Kurstadt verwiesen. Das Bonbon erinnerte an die Kurstadt in ihrer Funktion als Atemkurort – die sie nicht zuletzt ihren großen, alten Bäumen zu verdanken hat. Ein Zusammenschluß Bad Reichenhaller Bürger hatte die Aktion ins Leben gerufen, um auf den Wert des Baumbestandes und die heftig diskutierten Abholzungen aufmerksam zu machen.

Viele Passanten hatten von den Bürgerfragen an die Stadt und den Baumfällungen im Bereich der Saalachau gehört und waren empört – einerseits über die ungenügende Information seitens der Stadt, andererseits über die auffällig umfangreichen Abholzungen. „Man erfährt es immer erst nachher, wenn wieder ein Baum in der Stadt gefällt wurde, aber dann ist er schon weg!“ machte ein Mann seinem Unmut Luft; viele Passanten sprachen den Flyerverteilern ihre Sympathie aus und berichteten von gesichteten Baumfällungen in und außerhalb der Stadt, die sie schockiert und wütend gemacht hatten.

Aus der Flyeraktion entstanden vielfältige Diskussionen unter interessierten Bürgern der Stadt, denen die aus ihrer Sicht übertriebenen Baumfällungen und die mangelnde Information der Stadt Anlaß zum Anstoß gegeben hatten. Sie äußerten ihre Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt und deren Baumbestand. Auch Touristen und Kurgäste drückten ihre Bewunderung für die alten Bäume der Stadt aus, die „grüne Lunge“, wie sie genannt wurden, und erzählten von Kahlschlag-Aktionen aus ihrer Heimat, die sie ähnlich betroffen gemacht hatten. „Ich bin hierher gekommen wegen der Natur!“ erklärte dabei ein Reichenhaller Kurgast. Ein Reichenhaller Bürger erinnerte an die „Pflanzaktion 100“, die im Februar von der Stadt Bad Reichenhall angekündigt worden war.

Trotz regnerisch vorhergesagten Wetters hielt sich der Regen zurück und die Aktion wurde ein Erfolg – nicht zuletzt der Meldung des Reichenhaller Tagblatts zum „Christbaum“ vor St. Zeno, der nun doch vorerst „gerettet“ werden konnte, worüber viele Passanten informiert waren und ihre Erleichterung darüber kundtaten. Das Thema „Baum“ stieß insgesamt auf reges Interesse und wurde allgemein als aktuelle und positive Anregung begrüßt.

Frederik Friesenegger

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