Leserbrief von Ana Daanan vom 14.03.19

Leserbrief von Ana Daanan vom 14.03.19

zum Kommentar „Wer übernimmt die Verantwortung?“ zum Artikel „Kranke Linden…“ vom 11. März 2019

In dem Kommentar „ Wer übernimmt die Verantwortung?“ zum Artikel „Kranke Linden bleiben noch stehen“ hat mir besonders der Satz: „Wenn etwas passiert, haften sie, während Naturschützer keine Verantwortung tragen“ die Sprache verschlagen.

Daher möchte ich „Weise Menschen“ sprechen lassen wie Häuptling Seattle, dessen Worte nicht nur die Herzen der Menschen bewegten, sondern auch ihren Verstand.

Aus der Rede des Häuptlings Seattle an den Präsidenten der USA im Jahre 1855:

„Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig (…), denn die Erde ist des roten Mannes Mutter. (…) Wir wissen, dass der weiße Mann unsere Art nicht versteht. Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen. Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als eine Wüste. (…) Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. (…) Denn das wissen wir: Die Erde gehört nicht den Menschen. Der Mensch gehört zur Erde. Alles ist miteinander verbunden. (…) Die Erde verletzen, heißt, ihren Schöpfer verachten.“ „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann“.

“Vieles ist töricht an eurer Zivilisation. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach, bis ihr so viel habt, dass ihr gar nicht lang genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, den Boden, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr, die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.‘‘ – Tatanga Mani

„Wenn wir der Erde etwas wegnehmen, müssen wir ihr auch etwas zurückgeben. Wir und die Erde sollten gleichberechtigte Partner sein. Was wir der Erde zurückgeben, kann etwas so Einfaches – und zugleich so Schwieriges – wie Respekt sein. Die Suche nach Öl, Kohle und Uran hat der Erde bereits großen Schaden zugefügt, aber noch kann dieser Schaden wiedergutgemacht werden – wenn wir es wollen. Beim Abbau von Bodenschätzen werden Pflanzen vernichtet. Es wäre recht und billig, der Erde Samen und Schösslinge anzubieten und dadurch wieder zu ersetzen, was wir zerstört haben. Eines müssen wir lernen: Wir können nicht immer nur nehmen, ohne selber etwas zu geben. Und wir müssen unserer Mutter, der Erde, immer so viel geben, wie wir ihr weggenommen haben.“ – Jimmie C. Begay

Nach diesen Worten der Weisheit frage ich mich, wer hier keine Verantwortung übernimmt, die, welche die Erde und somit die Natur vor der Gier und Angst des Menschen zu schützen versuchen, oder die, die vorgeben zum Schutz des Menschen zu handeln und dabei die Natur zerstören ohne ihr wieder etwas zurückzugeben und damit meine ich mit zurückgeben nicht Plastikmüll, Schadstoffe, Giftmüll in Boden, Luft, Wasser sowie Geoengineering. Wie groß ist die Angst in uns und wie wenig Gottvertrauen besitzen wir, um solches Denken – dass Zerstörung gut und notwendig ist – zu rechtfertigen, statt angemessen auf Situationen zu reagieren.

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